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Bildung für alle – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern!

Das Wort „gerecht“ ist schon lange nicht mehr zur Beschreibung unseres Schulsystems geeignet. Im Gegenteil: das deutsche Schulsystem ist ungerecht. Die soziale Herkunft entscheidet über die Höhe des erreichten Abschlusses. Und die Situation verschlechtert sich weiter.
Die öffentlichen Ausgaben für Bildung sinken.
Überfüllte Klassenzimmer, Lehrermangel und hohe finanzielle Mitbeteiligung sind die Folge. Manche Familien können sich das aber nicht leis-ten und haben von vornherein keine Aussicht auf angemessene Bildung.
Die Parteien machen die Bildungspolitik zum Thema ihrer Wahlkämpfe und locken mit Versprechen von Chancengleichheit und mehr Lehrerstellen. Einen Finanzierungsplan stellen sie jedoch nicht vor. Angeblich ist kein Geld da. Trotzdem kann der Staat spontan Milliarden an Hilfsgeldern für Banken auftreiben.
Das lassen wir uns nicht länger gefallen!
Wir fordern:

KLEINERE KLASSEN! + OPTIMALE LEHRERVERSORGUNG!
Es ist nicht möglich in Kursen mit über 30 Schülern konstruktiven Unterricht, der Spaß macht, zu gestalten und eine angenehme Lernatmosphäre zu erreichen. Schwächere Schüler gehen leicht unter und erhalten nicht die Unterstützung, die sie bräuchten. Deshalb fordern wir die Anzahl der SchülerInnen in einer Klasse auf höchstens 20 SchülerInnen zu reduzieren und genügend fachlich und sozial ausgebildete LehrerInnen einzustellen.
Auch um die ständigen Stundenausfälle zu vermeiden, muss die Lehrerzahl erhöht werden.
Zusätzlich müssen kostenlose und individuelle Sonder- und Förderangebote geschaffen werden.

MEHR DEMOKRATIE UND MITSPRACHERECHT!
Wir Schüler brauchen mehr Mitgestaltungsrechte bei unseren Lehrplänen und der Bildungspolitik. Schließlich sind wir diejenigen, die zur Schule gehen müssen. Wir fordern einen angemessenen Anteil in allen Schulgremien und Mitbestimmungsrecht an Unterrichtsinhalten und Schuldauer.

KOSTENFREIE BILDUNG FÜR ALLE!
Wir müssen die Schulbücher bezahlen, dann noch das Arbeitsheft für Mathe anschaffen und für Englisch natürlich auch. In Spanisch lesen wir eine Lektüre in Englisch zwei…Wie viel sollen wir noch für unser Recht auf Bildung bezahlen???
Wir fordern die Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit und die Erstattung sämtlicher Kosten, die beispielsweise für die Anfahrt zur Schule anfallen. An Ganztagsschulen muss eine kostenlose Versorgung von SchülerInnen mit warmen Mahlzeiten gewährleistet sein.

KEINE BEWERTUNG VON ARBEITS- UND SOZIALVERHALTEN!
Bewertungen des Sozialverhaltens nur auf Grund des erlebten Verhaltens der SchülerInnen in der Schule kann zu Missverständnissen und Fehleinschätzungen führen.
Bei der Bewertung von Arbeitsverhalten besteht die Gefahr, dass kritisches Fragen oder Widerspruch von SchülerInnen negativ gewertet werden. Kritisches Denken wird so behindert. Natürlich muss vorbildliches Engagement auch von der Schule anerkannt werden, aber die „Kopfnoten“ sind kein geeignetes Mittel dafür.

NEUGESTALTUNG DER OBERSTUFE!
Schluss mit Leistungsdruck und Schulstress. Wir fordern angemessene Lehrpläne und die Rück-nahme des Turbo-Abis Besonders am Gesamtschulen darf es zu keiner Verkürzung der Schulzeit kommen.
Zudem wird die individuelle Wahlfreiheit durch die Profiloberstufe massiv eingeschränkt.
Eine selbstbestimmte Kurswahl ohne Einschränkungen muss SchülerInnen die Möglichkeit geben sich zu spezialisieren.

QUALIFIZIERTE LEHRERAUSBILDUNG!
In der Schule geht es um mehr als bloße Wissensvermittlung. Lehrer müssen neben fachlicher Kompetenz auch sozial und pädagogisch mit SchülerInnen umgehen können. Sie haben die Aufgabe Kinder und Jugendliche bestmöglich in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Dafür ist eine intensive pädagogische Ausbildung nötig.

BUNDESWEHR RAUS AUS SCHULEN!
Immer häufiger treten Bundeswehrsoldaten in Schulen auf und versuchen ihre Nachwuchssorgen zu lösen. Doch ein Apparat, der für Gewaltanwendung, Befehls- und Gehorsamsstrukturen,… steht, hat an demokratisch und zivilen Schulen nichts zu suchen.

LERNEN MIT PERSPEKTIVE!
Nach dem Abschluss müssen weiterführende Bildungsmöglichkeiten gewährleistet sein, die für jeden bezahl- und erreichbar sind. Wir fordern die Abschaffung sämtlicher Studiengebühren und das einklagbare Recht auf einen Erstausbildungsplatz!